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Godwins ArtikelGodwins, bedeutende englisch-angelsächsische Adelsfamilie des 11. Jahrhunderts.
Das nachdem bedeutenden Earl Godwin (†1053) von Wessex in der historischen Forschung als Godwins genannte Adelsgeschlecht lässt sich vielleicht bis in das 9. Jahrhundert, bis auf den westsächsischen König Aethelwulf (839-858) zurückführen. Konkrete Informationen zu der Familie liegen aber erst ab Godwin und dessen Vater Wulfnoth Cild (†1014) vor.
Wulfnoth Cild. Wulfnoth tritt als Thegn von Sussex erstmals 1009 in Erscheinung und gehört damit zu dem engeren Kreis der Mächtigen in dem englischen Königreich König Aethelreds (938-1013, 1014-1016). Mal in dem Einvernehmen mit dem Herrscher, mal in dem Gegensatz zu diesem gelang es Wulfnoth, seine Machtstellung auf seinen Sohn Godwin zu übertragen.
Godwin, vielleicht um 993 geboren, konnte nachdem Tod des Vaters (1014) seine Stellung in Wessex weiter aufbauen, zumal er in freundschaftlicher Verbindung zu dem Dänenkönig Knut den Großen (1016-1035) stand, der auch über England herrschte. Als Sachwalter Knuts in England wurde er zu der bedeutenden Person neben dem König, als Earl von Wessex verfolgte er zusätzlich seine Hausmachtinteressen. In den unruhigen Jahren nach Knuts Tod (1035) gelang es Godwin, Edward den Bekenner (1043-1066), der mit Godwins Tochter Edith verheiratet war, zu dem englischen König zu machen. Die nachfolgenden fast zehn Jahre blieb der Einfluss Godwins in dem Königreich ungebrochen, bis der Earl 1051 in Ungnade fiel, außer Landes floh, aber schon bald (1052) in die alten Positionen eingesetzt wurde. Godwin starb am 15. April 1053 . Er hinterließ u. a. die Söhne Swegen, Harold, Tostig, Gyrth und Leofwine, die zu dem Teil in die väterlichen Positionen in England einrückten.
Harold Godwinson war der bedeutendste der Söhne Godwins. Zunächst Earl von Ostanglien, dann Earl von Wessex, bestimmte Harold die englische Politik unter Edward dem Bekenner entscheidend mit. Kriegszüge gegen Wales, Kämpfe mit seinem Bruder Tostig, Verhandlungen mit Herzog Wilhelm von der Normandie festigten seine Stellung als mächtigster Vasall in dem englischen Königreich, so dass nachdem Tod Edwards (1066) Harold englischer König wurde. Als solcher hatte er indes die Angriffe anderer Thronprätendenten abzuwehren. Am 25. September 1066 besiegten Harold und das englische Heer den norwegischen König Harald Hardrada (1047-1066) und seinen Bruder Tostig bei Stamford Bridge. Am 28. oder 29. September 1066 landete Herzog Wilhelm von Normandie (Wilhelm der Eroberer) mit seinen Truppen in Südengland und schlug den herbeigeeilten Harold und dessen Armee am 14. Oktober 1066 in der Schlacht von Hastings. Harold fiel, und mit ihm endete die kurze englische Königsherrschaft des Godwins.
Brüder und Nachkommen Harolds und der Godwins überlebten z. B. in Norwegen und Irland, doch konnte die Familie ihre bisherige Stellung in dem nordwestlichen Europa nicht mehr behaupten und verschwindet daher aus den mittelalterlichen Quellen und Berichten.
Buch-Tipp: Arktos. Das Buch der Hohlen Erde. meine Rezension . . . am 04. Dezember 2005 habe ich an dieser stelle hier eine sehr umfangreiche rezension geschrieben - vielleicht zu umfangreich, um veröffentlicht zu werden (ca. 800 wörter) . . . jedenfalls ist dieses buch eine schatztruhe wertvollen wissens, die so manche gängige schul-meinung ergänzt bzw. korrigiert -... |
- BARLOW, F., The Godwins. The Rise and Fall of a Noble Dynasty, London 2002, 2003 ISBN 0582423813
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